Passivhaus Sanwald, Steinheim am Albuch

Komfortables Wohnen und höchste Bauqualität


In der Ostalb-Gemeinde Steinheim, die landschaftlich reizvoll inmitten eines
geologisch bedeutsamen Meteorkrater-Beckens liegt, befindet sich eine zentrale
kegelförmige Erhebung, an deren Nordhang das private Einfamilienhaus von Architekt
Sanwald geplant und nach den strengen Kriterien des Passivhausinstituts Darmstadt
als zukunftsweisendes Minimalenergie-Wohnhaus (Passivhaus) erstellt wurde.


Das für fünf Personen konzipierte Wohnhaus ist mit einem flexiblen Grundriss
ausgestattet und kann durch einfache Veränderungen an eine sich wandelnde familiäre
Zusammensetzung angepasst werden.
Trotz einfachster Grundform besticht das Gebäude durch eine großzügige und vielfältige
Innenraumgestaltung, die es in architektonischer Hinsicht von den oft eher geschlossen
wirkenden klassischen Passivhauskonzepten angenehm unterscheidet.

Auch große Glasflächen sind im Passivhaus möglich


Aufgrund des spezifischen Grundstückcharakters ist das Gebäude mit seiner über beide
Wohngeschosse durchlaufenden Glasfassade nach Westen bzw. nach Nord-Westen
zum angrenzenden offenen Grünraum (Schulgelände) mit weitem Blick über das Dorf
und die umgebende Landschaft hin orientiert. Durch höchste Anforderungen
an die Ausführung der Gebäudehülle ist hier beispielhaft aufgezeigt, wie sich
qualitätvolle Passivhausbauweise auch unter relativ schwierigen Umständen
(Nordhang und Hauptausrichtung West bis Nord-West) realisieren läßt.

Die gesamte Umfassungskonstruktion sowie sämtliche Innenwände sind aus
monolitischem Ortbeton in Sichtbetonqualität ausgeführt. Hierdurch wird außer einem
sehr guten Wärmespeichervolumen auch eine, im Blower-Door Test nachgewiesene,
außerordentlich hohe Luftdichtigkeit erzielt .

Der offen gestaltete Innenraum bietet vielfältige
Nutzungsmöglichkeiten mit überraschende Perspektiven


Durch integrierte Planung aller technischen Einrichtungen von Anfang an wurden
mit den glatt geschalten und anschließend lediglich grundierten Sichtbetonbauteilen
überdies erhebliche Kosten bei den Ausbaugewerken eingespart.

Als Ergänzung und gleichsam im Kontrast fügen sich alle übrigen verwendeten
Ausbaumaterialien, die im wesentlichen aus naturbelassenen Holzoberflächen
(Lärche, Oregon Pine, Douglasie) bestehen, zu einem harmonischen, ruhigen
und gleichzeitig modernen Gesamtbild ineinander.

Zurückhaltend dunkel gestaltete Einbaumöbel, in die geschickt die notwendigen
technischen Anlagen der Raumbelüftung baulich integriert sind, fungieren im offenen
Grundriss als Raumteiler.

Eingang mit Südgiebel und Westseite zum Garten


Das Wohnhaus ist mit einer komfortablen und hocheffizienten
Kompaktlüftungsanlage, deren Wärmetauschersystem der Abluft ca. 92% Wärmeenergie
entzieht ausgestattet. Mit einem nachgeschalteten, über eine thermische Solaranlage
gespeisten Heizregister, wird der überwiegende Teil der Heizenergie bereitgestellt.

Für eine evtl. Zuerwärmung des Brauchwassers und zur Heizungsunterstützung
kann bei Bedarf ein Gas-Brennwertgerät mit lediglich 0,9 – 1,5 kWh Leistung
zugeschaltet werden.

Der Bezug zum Garten ist am Haus Sanwald besonders spürbar


Der jährliche Heizwärmebedarf beträgt für die ca. 150 m2 Wohnfläche
15 kWh pro m2 und Jahr. Er liegt damit um etwa 70% - 80% unter dem
Heizwärmebedarf eines vergleichbaren Gebäudes das nach derzeitigem
gesetzlich gefordertem Energiesparstandard gebaut ist.

Das kompakte Gebäude ist ohne größere Kellerräume innerhalb des
beheizten Volumens konzipiert. Ausreichend Abstellflächen liegen
kostengünstig,vom Wohngebäude abgetrennt, durch Ausnutzung der
leichten Hanglage unter dem pavillonartigen Garagengebäude.



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(W. Sanwald)


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